Minimal-invasive Kryotherapie

Realisierte Kryo-Sonden
Messaufbau für Temperaturmessungen
Test des Funktionsmusters im CT
Prototyp des Gerätes (Fa. tricumed)

Von 1998 bis 2002 wurden Sonden und das Funktionmuster eines Gerätes für die minimal-invasive Kryotherapie in Kooperation mit der Fa. tricumed in Kiel erstellt, die das Gerät weiter entwickelt hat und heute vertreibt.

Die Sonden sind wegen der MRT-Tauglichkeit aus Titan und Kupfer gefertigt und bestehen aus drei koaxialen Röhrchen. Der Außendurchmesser beträgt 2,5 mm. In das zentrale Rohr wird flüssiger Stickstoff geleitet, der in der Sondenspitze verdampft. Die dazu erforderliche Energie wird dem Tumorgewebe entzogen. Der sich im Körper bildende Eisball tötet die Tumorzellen ab. Damit sich der Eisball nur an der Sondenspitze bildet, ist der Sondenschaft zwischen dem mittleren Röhrchen, das den gasförmigen Stickstoff wieder aus dem Körper leitet, und dem äußeren Röhrchen evakuiert. Das erste Bild zeigt von links nach rechts die im Rahmen des Projekts realisierten Sonden.

Für die Wirksamkeit der Therapie sind Temperaturen von weniger als -50 °C erforderlich, die Eisballgrenze ist also nicht die Grenze der Wirksamkeit der Therapie. Zur Untersuchung der Wirksamkeit wurde daher ein Messaufbau realisiert, der die Bestimmung des Temperaturgradienten und des -transienten im Eisball ermöglicht. Mit einer linearen Anordnung mehrerer Thermoelemente im Abstand von 1 mm wurden in einem Simulationsmedium die Temparaturen gemessen.

Nach der Realisierung der Sonden wurde das Funktionsmuster eines Gerätes entwickelt, das die Stickstoffversorgung der Sonden beinhaltet. Mit diesem Gerät wurden im CT in nicht perfundierten Schweinelebern Eisbälle erzeugt und deren Darstellung dokumentiert. Diese Untersuchungen wurden im UK S-H durchgeführt.