Seit mehreren Jahren liegt unser Arbeitsschwerpunkt im Bereich der Sensorik und Geräteentwicklung.
Die Projekte werden in der Regel mit einem industriellen und einem medizinischen Kooperationspartner durchgeführt.
Zwei unserer Projekte sind Bestandteil des gemeinsamen Forschungskollegs "LUMEN - Luebeck Medical Engineering".

Unten finden Sie eine Übersicht, die detaillierten Beschreibungen auf den einzelnen Projektseiten.


Für die Untersuchung und Kalibrierung von Flowsensoren sowie zur Charakterisierung von fluidischen Komponenten wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Prüfstände aufgebaut.
Damit können sowohl Langzeitmessungen durchgeführt als auch das dynamische Verhalten von Komponenten während eines Schaltvorgangs untersucht werden.

Für die Untersuchung der Freisetzung von Medikamenten beschichteter Implantate sind bisher sehr einfache physikalische Modelle eingesetzt, die die in-vivo-Situation nur ungenügend beschreiben. Andererseits sind z.B. Tierstudien sehr teuer und aufwändig.
In Kooperation mit der Firma Stryker (Kiel) wird dazu ein Modell für die Freisetzung von Medikamenten aus Knochenimplantaten entwickelt.

Die Projektgruppe "Optische Sensorik" beschäftigt sich mit der Bestimmung verschiedener physiologischer Parameter (z.B. Laktat) sowie der Kalibrierung von Pulsoxymetern. Es findet eine enge Kooperation mit industriellen und klinischen Partnern statt.

 

 

 

Abgeschlossene Projekte

In mehreren Projekten für implantierbare Infusionssystem werden Komponenten für diese Systeme entwickelt. Dazu zählen patientenbediente Bolussysteme, einstellbare Flow-Drosseln und integrierbare Flow-Sensoren.
Basierend auf diesen Arbeiten wurden zusätzlich Methoden zur Messung sehr kleiner Volumenströme realisiert.

Für Video-Endoskope wurde im Rahmen dieses Projektes ein Aktuator entwickelt, der die hohen Anforderungen, die sich u.a. aus der Autoklavierbarkeit ergeben, erfüllt. Dazu wurden neue Prinzipien für miniaturisierte Aktuatoren untersucht und auf der Basis dieser Unteruchung realisiert.
Ein weiterer wichtiger Aspekt dieses Projekts war die Entwicklung eines Prüfstandes für diese Aktuatoren, der u.a. sehr kleine Kräfte messen kann und nach Projektende vom Kooperationspartner für die Serienentwicklung genutzt wird.

In diesem Projekt wurden 2000 - 2003 zwei wesentliche Ansätze realisiert:
1. Entwicklung eines motorisierten Positionierarms, der leicht ist und direkt an der Klemmschiene des OP-Tisches befestigt werden kann.
2. Realisierung einer neuartigen Steuerung, die dem Operateur mehr Freiraum und Flexibilität beim Arbeiten mit OP-Mikroskopen ermöglicht.
Berührungslos wird die Position des Mikroskops in zwei Achsen mit den Kopfbewegungen des Benutzers gesteuert. Dadurch braucht der Operateur seine Arbeit nicht mehr zu unterbrechen um das Mikroskop manuell zu repositionieren.

Im Rahmen dieses Projektes wurden Sonden mit einem Durchmesser von ca. 2,5 mm entwickelt, die aus drei koaxialen Röhrchen bestehen und eine minimal-invasive Therapie von Tumoren erlauben.
Flüssiger Stickstoff wird in die Sondenspitze geleitet, wo er verdampft. Die benötigte Energie wird dem Tumorgewebe entzogen, dass dadurch abstirbt. Der gasförmige Stickstoff wird aus der Sonde herausgeführt. Ein Temperatursensor in der Sondenspitze erlaubt die Überwachung des Prozesses.