Drug Multiplexing

Problemfelder in Infusionssystemen

Viele Medikamente lassen sich wesentlich höher dosiert als gegenwärtig  üblich verabreichen. Das ermöglicht auf der einen Seite entsprechend kleinere Volumina nicht nur bei der Bevorratung, erfordert aber andererseits auch höhere Genauigkeiten bei der Dosierung. Die Katheter sollten aus folgenden Gründen sehr kleine Querschnitte haben:

Permanente Durchströmung mit Trägerflüssigkeiten bei einer möglichst hohen Fließ­geschwindigkeit ist möglich, ohne dabei dem Patienten zuviel Flüssigkeit zu verab­reichen. Das verhindert die Verkeimung des Systems und sorgt für eine sparsame aber ständige Spülung. Die Spüleffektivität nimmt bei Schläuchen proportional mit 1/R3 zu.

Obwohl Gasblasen normalerweise bei Infusionen vermieden werden, können Mikro­blasen (z.B. CO2), die aus medizinischer Sicht unbedenklich sind, bei sehr kleinen Quer­schnitten als Separatoren genutzt werden. Das zukünftige Konzept sieht eine stark miniaturisierte Medikamenten- und Flüssigkeitsstation vor, von der aus die einzelnen Medikamente hochgenau dosiert (Toleranz: ± 2 % bei Dosiermengen ab 1 µl) in einen einzigen dünnen (ca. 500 µm) Katheter eingebracht und zum Patienten gefördert werden. Einzelne kritische Medikamentengaben werden durch Separatoren getrennt.