Infusionspumpen

Durch eine implantierbare Infusionspumpe kann die Dosis des Medikaments im Vergleich zur oralen Einnahme von 300 mg auf 1 mg reduziert werden. Zum anderen gelangt das Medikament direkt zum Wirkungsort und verteilt sich nicht wirkungslos im Körper.

Die Infusionspumpe wird im Bauchraum implantiert (Abb. 1). Ein dünner Katheter aus der Pumpe wird in den Rückenmarksraum geführt. Durch die direkte Wirkung auf die Nerven im Rückenmark wird die Weiterleitung der Schmerzsignale zum Gehirn verhindert. Durch ein bequemes Ortungssystem kann die Pumpe aus Titan mehrmals durch einen Arzt befüllt werden, gewöhnlich alle 1 bis 3 Monate. Die Lebensdauer der Implantate, und damit aller Baugruppen, ist mit mindestens 8 Jahren angesetzt.

 

Abb. 1: Position implantierbarer Infusionspumpen (Fa. Tricumed)

Das Förderprinzip nutzt die unterschied­lichen Aggregatzustände von Flüssig­keiten und Gasen. Ein n-Butan-Flüssig­keits-Gasgemisch befindet sich als Treibmittel in der der Infusionspumpe und komprimiert ein Medikamentenreservoir, in Form einer elastischen Kammer (Abb. 2). Das Flüssigkeits-Gasgemisch übt einen kon­stanten Druck auf die Kammer aus, die wiederrum das flüssige Medikament durch eine Drossel in den Katheter herausdrückt. Dadurch verkleinert sich die Kammer mit der Zeit, jedoch wird ein Teil des Treibmittels von der flüssigen in die Gas­phase umgewandelt, so dass ein konstanter Druck erhalten bleibt, der zu einem konstanten Flow führt. In den bisherigen Pumpen befindet sich am Austritt eine Mikrokapillare in Chipform, die eine exakte Abgabemenge steuert.

Abb. 2: Aufbau der Infusionspumpe (Fa. Tricumed)